Agilität entwickeln.

Unternehmen stehen vor zahlreichen Herausforderungen, wenn es um Auswirkungen der Digitalisierung auf das Arbeiten von Heute oder Morgen geht. Aus diesem Grund beschäftigen sich inzwischen alle mit dem Thema Agilität. Und während fleißig „Scrum“ eingeführt wird und man versucht, Hierarchien abzuschaffen, vergisst man oft die Arbeit an der Basis: Am Menschen.
In diesem Artikel erfahren Sie, weshalb die Investition in Ihre Mitarbeiter die wichtigste ist und was es bedeutet, Agilität zu entwickeln. Weit vor höhenverstellbaren Schreibtischen, einem Snackautomaten oder Stand-up Meetings und Huddles.

Toolset - Skillset - Mindset: Veränderungen und Ihre Anforderungen auf unterschiedlichen Ebenen um Agilität zu entwickeln.
Veränderungen und Ihre Anforderungen auf unterschiedlichen Ebenen.

Die Macht des „Wollens“.

In den vergangenen Jahren durften wir im Rahmen unserer Coachings und Workshops eine Vielzahl an Unternehmen kennen lernen. Viele von ihnen bieten ihren Mitarbeitern seit dem „Prozess der Digitalisierung“ und unter dem Mantel des „agilen Unternehmens“ einen bunten Strauß an digitalen Tools. Ein neues Dashboard für anstehende Aufgaben, eine firmeninterne App zum Teilen von Neuigkeiten, ein neues Video-Konferenz-System und vieles mehr. Das Ziel: Die Arbeit des Einzelnen, sowie die Zusammenarbeit untereinander zu verbessern. Im Grunde genommen ein guter Ansatz, jedoch in den meisten Fällen auch zugleich eine zu einseitige und nicht nachhaltig gedachte Investition.

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Antoine de Saint-Exupery

Neue Tools sind gerade im Sinne der Digitalisierung auf unterschiedlichste Art und Weise zugänglich. Meist können Sie durch finanzielle Investitionen einfach beschafft werden. Die Einführung eines neuen Tools kann dabei auch ohne das Einverständnis eines Mitarbeiters erfolgen. So führt ein neues Urlaubsportal vielleicht nicht bei jedem zu Freudentränen, wer aber Urlaub haben möchte, muss sich dem neuen Tool bedienen.
Skills zu Erlangen ist hingegen mit mehr Aufwand verbunden. So benötigt es Zeit und Aufwand, um beispielsweise die Funktionsweise eines Motors zu verstehen und weiteres Wissen und Eigenschaften, einen solchen dann auch zu reparieren. Auch hier kann der Einfluss von außen dafür sorgen, dass Veränderungen neue Skills erfordern. Will der Kfz-Mechaniker im Geschäft bleiben, muss er sich mit neuen Motoren auseindersetzen, wenn diese auf den Markt kommen.

Viel Komplexer wird es jedoch, wenn es um das Mindset eines Menschen geht.
Denn die Veränderung des Mindsets, also eines Denk- und Verhaltensmusters, ist Arbeit an sich selbst. Ergebnisse werden hierbei jedoch nur erzielt, wenn der Wille zur Veränderung vorhanden ist. Und das nicht gesteuert von externen Personen oder Kräften, sondern ausschließlich durch eine intrinsische Motivation. Beispiel? Aufhören mit Rauchen, Gewicht verlieren, mehr Sport treiben… Die Liste an Beispielen ist lang.

Jetzt für Morgen umdenken und Agilität entwickeln.

Ohne das Verlassen der Komfortzone ist keine Veränderung möglich.
Ohne das Verlassen der Komfortzone ist keine Veränderung möglich.

Veränderungen holen Menschen aus ihren Komfortzonen. Der Umgang damit ist jedoch sehr individuell. Um die Unternehmenskultur zu verändern, benötigt es daher mehr als neue Tools und Skills. Es braucht eine nachhaltige Entwicklung der Unternehmenskultur, um eine gesunde Basis für Veränderungen jeglicher Art zu schaffen. (Lesen Sie auch den Artikel „Mehr Vertrauen bedeutet mehr Mut„)

Wer eine andere Zukunft fordert, muss die Gegenwart verändern.

Tobias Karrer, TEAMPROVISATION

Um Agilität entwickeln zu können, müssen die Menschen im Unternehmen entwickelt werden. Besonders in diesen disruptiven Zeiten der Digitalisierung, in denen das Bedürfnis nach Sicherheit an Relevanz gewinnt, ist es notwendig, in die Menschen und damit in deren Fähigkeiten und Potenziale zu investieren. Beim Weg in die Agilität ist es zudem notwendig, den Blick nicht mehr nur auf das Individuum zu richten, sondern Teams und Organisationen zu entwickeln.
In der Ausgabe 2/2019 des „Coaching Magazin“ schreiben die Autoren Dr. Friederike Höher und Tom Kubach:
„Der Fokus auf einzelne Leistungsträger im Einzel-Coaching ist zu eng geworden, Team- und Organisations-Coaching werden wichtiger.“
Wir wünschen Ihnen für Ihren Weg in die Agilität und deren Entwicklung viel Erfolg und stehen Ihnen gerne mit unseren Team-Coachings zur Seite!

Mein Angebot an Sie:

In unseren Workshops erfahren alle Workshopteilnehmer/innen durch Übungen aus der Kommunikation und der Improvisation, welche Chancen durch eine gesunde Unternehmens- und Kommunikationskultur in Ihrem Unternehmen entstehen können. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter und Kollegen, die Komfortzone zu verlassen und zeigen Sie Ihnen, dass Sie bereit sind in die Zukunft des Unternehmens und damit in die Zukunft der Menschen in Ihrem Unternehmen zu investieren. Ob im Rahmen einer Keynote oder als praktischer Workshop – wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und darauf, Sie auf Ihrem Weg begleiten zu dürfen!
Für mehr Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung – schreiben Sie uns direkt an: info@teamprovisation.de

Mehr Vertrauen bedeutet mehr Mut

Mehr Vertrauen bedeutet mehr Mut
Mehr Vertrauen bedeutet mehr Mut

Unternehmen die sich Verändern wollen, brauchen Menschen, die auf ihre Fähigkeiten vertrauen. Ohne Mut zur Veränderung ist kein Wandel und keine Innovation möglich. Dieser Mut benötigt aber auch Raum um sich entfalten zu können sowie Rahmenbedingungen, die ein mutiges Verlassen der Komfortzone überhaupt erst ermöglichen. Wir sehen die Basis für erfolgreiche Veränderungen daher in den Menschen und den Teams in welchen diese arbeiten. Nich weniger wichtig sind eine gelebte Kommunikations- und eine gesunde Unternehmenskultur. Schenken Sie den Menschen in Ihrem Team und Ihrem Unternehmen mehr Vertrauen, werden diese Ihr Unternehmen durch mehr Mut belohnen. Mehr Vertrauen bedeutet mehr Mut, mehr Mut bedeutet die Basis für eine aktive Rolle im Wandel.

Mein Angebot an Sie.

In unseren Workshops erfahren alle Workshopteilnehmer/innen durch Übungen aus der Kommunikation und der Improvisation, welche Chancen durch eine gesunde Unternehmens- und Kommunikationskultur in Ihrem Unternehmen entstehen können. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter und Kollegen, die Komfortzone zu verlassen und zeigen Sie Ihnen, dass Sie bereit sind in die Zukunft des Unternehmens und damit in die Zukunft der Menschen in Ihrem Unternehmen zu investieren. Ob im Rahmen einer Keynote oder als praktischer Workshop – wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und darauf, Sie auf Ihrem Weg begleiten zu dürfen!
Für mehr Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung – schreiben Sie uns direkt an: info@teamprovisation.de

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Akzeptieren.

Ich erinnere mich heute sehr gerne an meine Zeit als Musikmanager zurück. Die meisten Tage hatte ich es dabei mit Personen zu tun, die wie ich für und oft auch von der Musik lebten und daher war auch in der Regel schnell eine gemeinsame Basis für gute Gespräche gefunden. Allerdings gab es auch zahlreiche Situationen, die mir negativ im Kopf geblieben sind – und eine davon beschreibt sehr gut, weshalb man dem Wort „Akzeptieren“ eine große Bedeutung zukommen lassen sollte.

Es eskalierte.

Als das Telefon in meinem damaligen Büro klingelte, wusste ich noch nicht, was als Nächstes passieren sollte. Ich nahm den Anruf entgegen und es dauerte keine zwei Sekunden, da hörte ich bereits, wie jemand seiner Wut durch das Telefon freien Lauf ließ. „Das geht ja mal gar nicht“, „eine unfassbare Unverschämtheit“, „wie man sich bitte so benehmen kann“,… mehr konnte ich nicht heraushören. Allerdings war durch die Wortwahl und auch die Lautstärke der Botschaft recht schnell klar, dass ich es hier nicht mit einem Fan oder einem interessierten Journalisten zu tun hatte. Die Prozedur ging in etwa 6-7 Minuten – eine Zeit in der ich bis auf das „Guten Tag“ zu Beginn kein weiteres Wort von mir geben konnte. Nach diesen rund 7 Minuten hatte sich der Anrufer zwar noch nicht beruhigt, ich nutzte aber eine Atempause und füllte diese mit den Worten: „Ich habe verstanden, dass Sie mit etwas nicht zufrieden sind und dass Sie daher mit mir über etwas sprechen wollen. Auf dieser Basis ist aber in meinen Augen ein Gespräch aktuell nicht möglich. Ich werde daher jetzt auflegen und wenn Sie sich beruhigt haben und wir uns sachlich auf Augenhöhe unterhalten können, rufen Sie mich bitte wieder an.“ Klick. Ich hatte aufgelegt. Was genau aber war hier passiert und was hat diese Situation mit akzeptieren zu tun?

Akzeptanz verändert und ist immer ein erster Schritt.

In der Kunst des Improvisation-Theaters ist das Akzeptieren eine goldene Regel. Bin ich nicht bereit den Raum, der etabliert wurde, die Geschichte die eingeleitet wurde oder aber die Rolle die mir mein Kollege durch den Satz „Hallo Papa“ zugewiesen hat, zu akzeptieren, blocke ich und zerstöre damit im schlechtesten Fall Geschichten, bevor sie überhaupt richtig angefangen haben. Akzeptiere ich jedoch diese Situationen und Umstände, schaffe ich die Basis für Geschichten, Beziehungen und vielem mehr.
All das geschieht aber tagtäglich nicht nur auf Theaterbühnen. Nahezu jede Sekunde werden wir in unserem Alltag vor Entscheidungen oder auch Fakten gestellt. Verschließen wir uns hier direkt, verschließen wir nicht nur uns, sondern auch Türen und Wege. Akzeptieren wir aber zunächst den Umstand, bieten sich uns zahlreiche Optionen.

Im vorangegangene Beispiel akzeptierte ich die Situation: Ein Kunde war unzufrieden und wollte sich beschweren. Worüber spielte hierbei erstmals keine Rolle. Natürlich hätte ich auch direkt Kontra geben können – aber das hätte nichts zu einer Lösung beigetragen. Durch das Akzeptieren der Situation, konnte ich das Gespräch von einer rein emotionalen Ebene auf eine sachliche Ebene bringen. Ohne dem Kunden das Signal zu geben, seine Meinung wäre nicht relevant oder aber dass ich dieser zustimmen würde. Akzeptanz war der Schlüssel um den Konflikt zu beherrschen und ein erster Schritt weg von einem Problem und hin zu einer Lösung.

Akzeptieren bedeutet nicht einfach nur „Ja“ sagen

  • Ein Kollege kommt zu spät zu einem Meeting?
  • Ihr Mitarbeiter ist schon wieder krank?
  • Das Druckerpapier ist leer und wurde vom letzten Nutzer nicht wieder aufgefüllt?

Es sind Situationen wie diese, die uns auf die Palme bringen können. Sie verursachen Stress und kosten Kraft. Sie zunächst einfach nur zu akzeptieren, ermöglicht uns aber einen Blick hinter die Kulissen. Akzeptieren bedeutet nicht, einfach Ja zu sagen und alles hinzunehmen. Es bedeutet vielmehr die Lösung anstelle des Problems in den Fokus zu nehmen. Versuchen Sie es und Sie werden sehen, dass Akzeptieren positive Auswirkungen auf Sie und die Beziehung mit ihrem Umfeld haben wird.

Mein Angebot

In unseren Workshops erfahren Sie und die Workshopteilnehmer durch Übungen aus der Kommunikation und der Improvisation, welche Möglichkeiten durch Akzeptanz entstehen und wie dieses sich positiv auf die Produktivität Ihres Teams und das gemeinsame Arbeiten auswirken. Gemeinsam entwickeln wir mit Ihnen eine gesunde Team- und Meetingkultur, in welcher Akzeptanz einen Wert beschreibt.
Für mehr Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung – schreiben Sie mich einfach direkt an.

P.S.:
Falls Sie den „Ja-Sager“ noch nicht kennen – als Unternehmer lässt sich von diesem Film aus dem Jahr 2009 ziemlich viel abschauen…